Ich liebe Pies. Dieser hier der mit Johannisbeeren und Himbeeren gefüllt ist, und mit seinem Keksblüten Kranz noch dazu so schön aussieht, wird Euch viel Lob bei Eurem nächsten Kaffee Klatsch einbringen.
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Selbst ich habe es am liebsten, auch wenn ich es zugegebenermaßen absolut entspannend finde in der Küche zu stehen um zu kochen oder backen, wenn die Rezepte schnell und unkompliziert sind und das Ergebnis jedesmal 100 % gleich und vor allem lecker ist.
Der Teig ist, auch wenn es sich erst einmal kompliziert anhört, absolut unempfindlich und super zu verarbeiten.

Für alle, die ein bisschen Küchen Yogo ganz entspannend finden, und sich gerne mit ein bisschen Chichi beschäftigen, können sich mit einer Tasse Kaffee oder Tee an den Küchentisch setzen und mit Keksausstechern, je nachdem was ihr habt und mögt Teig, ausstechen und entweder nur einen Rand wie ich, oder über den gesamten Kuchen die “Kekse” verteilt und drapieren.

Für mich ist das Entspannung pur, wenn ich da sitze und Blütchen und Blätter aussteche und sie wie ein Puzzle auf den gefüllten Pie setze.

Gut zugegeben, der Perfektionist in mir, erwartet so etwas auch.
Aber für alle die, die es gerne doch eine Nummer unkomplizierter mögen, wäre eine Pie-Decke event. eine alternative.
Diese kann, mit mit einem Muster eingeschnitten werden, was ebenfalls richtig hübsch ist.
Also der Optik ist überhaupt keine Grenze gesetzt. 
Und eigentlich auch der Füllung nicht. Es kann wirklich jedes Obst, nach Lust und eigenem Geschmack in einen Pie.

Zutatenliste
für eine Pie Form, 23 cm Durchmesser

Teig:
420 g Mehl
100 g Zucker
200 g Butter, sehr kalt
1 Ei
4-5 EL kaltes Wasser

Füllung:
350 g Johannisbeeren, frisch oder TK Ware
280 g Himbeeren, frisch oder TK Ware
160 g Zucker
1 TL Vanille Extrakt
2 EL Speisestärke

1 verquirltes Ei, zum bestreichen

60 g Speisestärke
2-3 EL kaltes Wasser

Zubereitung

 Schritt 6 wird sich für Euch erst einmal ein wenig kompliziert und umständlich anhören, ist aber in der Erfahrung die ich gemacht habe, wirklich die beste Methode um einen perfekten Pie mit diesem schönen Rand zubekommen.

1. Die Butter in kleine Würfel schneiden. Das Ei mit dem Wasser verquirlen. Alle Zutaten ( bis auf das Ei-Wasser ) in eine Schüssel geben und mit den Fingern zu einem grobe, krümeligen Teig kneten.
Das Wasser-Ei Gemisch dazu geben und schnell vermischen so das gerade so ein Teig entsteht.
Zu einer Kugel formen, die in ein großes stück Frischhaltefolie geben und platt drücken.
1 Stude in den Kühlschrank legen.

2. In der Zwischenzeit die Johannisbeeren mit Hilfe einer Gabel von den Rispen abziehen. Waschen und trocken tupfen. die Himbeeren verlesen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen


3. Eine Pie Form leicht einfetten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 7 mm dick ausrollen. Und über ein Nudelholz einrollen.
In die Form gleiten und abrollen lassen. Den Teig vorsichtig passend in die Form schieben und glatt streichen. Den Rand mit einer Schere etwas überlappend über den Rand, abschneiden.

4. Für die Füllung, von den Früchten jeweils 5-7 Himbeeren und zwei Esslöffel Johannisbeeren zurück behalten, die anderen mit dem Zucker, der Speisestärke und dem Vanille Extrakt vorsichtig mischen und in die Form geben.
In den Kühlschrank stellen.

Den restlichen Teig ausrollen ( etwas 5-7 mm ) und viele Blumen o.ä. ausstechen.

5. Mit verquirltem Ei die Blüten ( oder für was ihr Euch entschieden habt ) als Kranz festkleben.
Mit etwas Ei bestreichen.
Im  Ofen 30-35 Minuten backen bis der Rand eine schöne goldgelbe Färbung angenommen hat.
Jetzt wird Euch die Füllung noch sehr flüssig vorkommen! Das ändert sich in Schritt 6.


Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

 Nun wird es für Euch komisch, aber ich erkläre Euch auch warum ich es so Handhabe
> Ich habe es mit Blind backen und Hülsenfrüchten versucht. Da sie sich aber von unten in die Blüten, während des backen drücken, sind sie schwierig zu entfernen und die Blüten brechen beim Versuch sie heraus zu pulen sehr schnell ab. Auch ein Versuch die Hülsenfrüchte mit Backpapier zu ummanteln ist auch keine sehr gute Idee gewesen, da sich das Hlüsenfrucht Paket nicht so einfach herauslösen lässt und so ebenfalls schnell Blüten abbrechen <



6. Entnehmt vorsichtig mit einem Esslöffel die Fruchtfüllung
Achtet darauf den Rand nicht zu sehr zu berühren. 1. verfärbt sich dieser sonst und 2. könnten Blüten oder Blätter abbrechen. Obwohl die Blüten nach dem sie ausgekühlt sind, recht steabil werden.
 Gebt die Früchte in einen kleinen Topf. Die Früchte dienten während des Backen dazu das der Rand gestützt wurde und schön gerade backen konnte.

Die Beeren sind noch nicht gebunden und somit würde Euch im Moment die Füllung beim anschneiden herauslaufen. Rührt die Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt.
Bringt die Früchte zum kochen und rührt die Speisestärke ein, diese dickt sofort an.
Füllt die Masse warm zurück in den Pie und streicht die Masse vorsichtig glatt.
Gebt nun die zurückbehaltenen ganzen Früchte in die Mitte der Füllung, und lasst den Pie nun mind. zwei Stunden abkühlen.

Nun habt ihr einen richtig schönen Pie für den Ihr garantiert viel Lob bekommen werdet.
Auch wenn es sich kompliziert und nach viel Arbeit anhört um zu diesem Endprodukt zu gelangen.
Das ist es nicht, versprochen.

Und hey, schaut Euch die Bilder an. Die sagen mehr wie 1.000 Worte.
Der Aufwand lohnt sich. Optisch sowie Geschmacklich ist der Johannisbeer und Himbeer Pie ein echter Genuss.
Und da Ihr frische und auch Tief Kühl Ware verarbeiten könnt, und sogar beides gemischt, könnt Ihr das ganze Jahr über das Rezept zubereiten.

Ich bin sehr gespannt auf Eure Werke, und würde mich über Bilder von Euch sehr freuen.

Viel Spaß beim ausprobieren

Eure Stephie

10 Kommentare
  1. Frollein Ü sagte:

    Boah ist der hüüüübsch der Kuchen! den mag man ja gar nicht anschneiden geschweige denn einfach platt auffuttern. Hach. Ach aber egal…ich kenn das…hübsche Sachen machen, sich freuen und schnippschnapphappp einfach weg aufessen. Super hast du das gemacht! GlG Anne

    Antworten
  2. Natascha sagte:

    Super Rezept und Johannisbeere zusammen mit Himbeeren finde ich eine sehr leckere Kombination, die ich glaube ich noch nie in einem Kuchen hatte. Ich freue mich schon, das Rezept nachzubacken. Besonders die Idee mit den Blüten ist übrigens toll und der Kuchen sieht total appetitlich aus.

    Antworten

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Kommentare sind das Salz in der Suppe, oder der Zucker im Kuchen.

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