Ich gestehe hiermit, das auch ich mind zwei Rezepte bzw Gebäcke gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. Ich hatte. bzw habe einfach so großen Respekt davor, das ich es einfach immer vermieden habe mich mit dem Thema wirklich auseinander zu setzen. Und dabei muss ich sagen, dass zumindest die Biskuit Rolle, vor der ich tatsächlich richtig Muffensausen hatte, absolut und gar nicht meiner nagst entspricht.Nachdem ich sie fertig gefüllt und aufgerollt im Kühlschrank stehen hatte, viel mir nicht nur ein riesen Stein vom Herzen, nein ich musste wirklich lachen. Darüber, dass sich dieser Mythos und der Aberglaube, das eine Biskuit Rolle ein Fortgeschrittenen Gebäck sei und nur mit viel Glück und Raffinesse gelingt, so hartnäckig gehalten hat.
Denn mal ganz ehrlich. Eine Biskuitrolle ist vielleicht nicht unbedingt für den Blutjungen Anfänger geeignet. Aber Jeder, der schon den ein oder anderen Kuchen hergestellt hat, der kann eine Biskuitrolle herstellen. Das behaupte ich mal ganz kühn!

Allerdings, und das ist wirklich wichtig, solltet ihr euch an das Rezept und die Anleitung halten. Wer hier keine Erfahrung hat, und drauf los experimentiert, könnte Gefahr laufen das, dass Ergebnis denn doch ein nicht so gutes wird!

Ach ja, mein zweites, immer noch vermiedenes Rezept sind und bleiben wohl auch noch eine ganze weile, Maskarons. Hier wurde mir, zu Beginn meiner Blogger-Zeit, einfach so viel Angst gemacht mit so vielen Wenn und Abers, das ich mich bis heute nicht an die kleinen, feinen Makrönchen getraut habe.

Zutatenliste

für eine ca. 30 cm lange Rolle

Biskuit Teig
2 Eier, getrennt
50 g Zucker
1/2 TL Sonnenblumenöl
25 g Weizenmehl, gesiebt
20 g Speisestärke, gesiebt
1/2 TL Vanilleextrakt

Füllung
100 ml Sahne
100 g Sahnequark
1 Beute Sofort Gelatine
30 g Zucker

120 g Himbeeren

Deko
50 ml Sahne
1 gehäufter EL Sahnequark
1 TL Puderzucker
1/2 Paket Sahnefest

einige Himbeeren
Puderzucker

Zubereitung

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 210 Grad Ober- Unterhitze vorheizen

1. Das Eiweiß steif schlagen. Eigelb mit Zucker, Vanille und Öl weiß schaumig aufschlagen. Das Eiweiß vorsichtig (und vor allem Klümpchen frei) unterheben. Das gesiebte Mehl mit der Speisestärke ebenfalls vorsichtig und Klümpchenfrei unter die Eismasse heben. Den Biskuitteig, ca. 1 cm dick, auf das vorbereitetet Backblech geben und glatt streichen (etwa einrs halbes Backblech). Im vorgeheizten Ofen, auf mittlerem Einschub, 8-10 Minuten gold-gelb backen (nicht zu dunkel werden lassen!)

2. Ein weiches Geschirrtuch mit Zucker bestreuen (achtet darauf das es mehr oder weniger komplett mit einer dünnen Schicht Zucker bestreut ist!). Das Blech herausholen, umgekehrt, also mit dem Backpapier nach Oben, auf das Tuch stürzen und direkt, vorsichtig das Backpapier lösen. Sofort vorsichtig die Rolle (von der kurzen Seite her, mit dem Tuch zusammen aufrollen und so mind. 30 Minuten komplett auskühlen lassen.

3. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Sahnequark und Puderzucker unterrühren und die Sofort Gelatine einrieseln lassen. Rühren bis die Masse andickt. Die kalte Teigrolle vorsichtig ausrollen. Von innen, bis ca. 3 cm vor dem nicht einrollten Ende, mit der Sahne-Quark-Masse bestreichen und mit Himbeeren belegen. Vorsichtig wieder aufrollen. Mit dem Ende nach unten auf eine Servierplatte oder Teller legen und im Kühlschrank ca. 2-3 Stunden durchziehen lassen.

4. Die Rolle mit Puderzucker bestäuben. Für die Deko die Sahne mit dem Sahnefest steif schlagen. Zucker und Quark unterrühren und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle, oder wie bei mir mit unterschiedlichen Tüllen, auf die Oberseite der Rolle spritzen. Mit einigen Himbeeren dekorieren.Also, lasst euch nicht von Mythen und festgefahrenen Vorurteilen beirren und versucht es einfach selber, eure bisher vermiedenen Rezepte überraschen euch vielleicht. Meine Maskarons werde ich sicherlich dieses Jahr auch noch angehen .. ich bin gespannt.


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