Wie aus Ginger ( Ingwer ) Cookies, mini Peach ( Pfirsich ) Pies wurden.

Also eigentlich wollte ich Pfirsich Curd zubereiten, denn ich hatte zu viele, zu reife Pfirsiche zu Hause.
Pur essen wollte ich sie nicht, dafür waren es zu viele, und Marmelade kochen fand ich diesen Tag auch irgenwie doof.

Eigentlich sollte dieser Pfirsich Curd dann zwischen leckere Ginger, also Ingwer, Plätzchen stecken. Das fand ich in meinen Gedanken unheimlich toll.
Alles lief auch ganz hervorragend.
Der Curd dickte Planmäßig, während er Minuten lang auf der Herdplatte stehend bei mittlerer Hitze gerührt wurde an. Nichts ist geronnen ( was bei Curd durchaus bei Unachtsamkeit passieren kann ) und er wurde wunderbar fest als er kalt wurde.
Der Perfekte Curd eben.
Paah, denkste, denn er schmeckte nicht .. und nicht nur ein bisschen nicht.
Nein, denn Pfirsich ist ganz und gar ungeeignet zum Curd kochen musste ich feststellen.
Denn obwohl Pfirsiche einen wie ich finde sehr starken eigen Geschmack haben, so wunderbar süß und saftig, aber mit den drei Eiern und der ordentlichen Portion Butter die in so einen Curd nun mal gehören, kann der so geliebte Pfirsichgeschmack nicht mithalten und geht unter.
Und das mit Pauken und Trompeten.

Da ich aber in der Zwischenzeit, in der der Cookie Teig bereits im Kühlschrank wartete, und der Curd fest wurde, meinem liebsten Blogger Freund Marc von Bake to the Roots meine Cookies für seinen Freitäglichen Cookie Friday angepriesen hatte, und er dankend angenommen hatte, musste also etwas anderes her. Denn Absagen kam ja so gar nicht infrage, nix da!

Und ja, es musste etwas mit Pfirsich sein, darauf hatte ich mich nun eingeschossen und der Ingwer-Keksteig war je bereits auch schon fertig zubereitet und wartete im Kühlschrank auf seinen Einsatz.
Also habe ich schwubsdiwubs  neue Pfirsiche besorgt, diese blanchiert und geschält, in dünne Spalten geschnitten und mit etwas Zimt und Rohrzucker mariniert.
Den Keksteig habe ich ausgerollt, rund ausgestochen und in gefettete Muffinform gesetzt, in Form gebracht und dann mit Pfirsich gefüllt. Darauf einen Deckel aus selbigem Teig gesetzt, gut verschlossen und gebacken.
Heraus sind diese wirklich leckeren kleinen Cookies Pies gekommen.
Und so ein Cookie kann ja schließlich verschiedene Gesichter haben .. 
Lest das Rezept auf jeden Fall bei Marc auf der Seite, denn hier könnt ihr so richtig leckere Sachen entdecken.
Amerikanisch angehaucht, aber mit dem gewissen persönlichen Charme von Marc umgesetzt. Dazu gibt es immer einen lockeren Spruch, was ich an der Schreibweise bei Marc wirklich klasse finde.
Wir haben uns vor einiger Zeit kennen gelernt, also im „real life“, wie es heute so schön heißt, und seitdem ist er mir noch sympatischer als bereits in den Tagen, wo wir nur virtuelle miteinander geschrieben haben.
Auf Bake to the Roots, könnt ihr süßes sowie herzhaftes entdecken.
Marc ist richtig talentiert, denn ich sitze jedesmal wenn er einen neuen Post online stellt sabbernd vor dem Bildschirm …

Zurück zu den Cookie Pies …

Zutatenliste
für 12 Stück/ 1 Muffinblech

Teig:
150 g Mehl
75 g gem. Mandeln ohne Haut
50 g Zucker
1 Ei XL
110 g kalte Butter. in Würfel geschnitten
1 gehäufter TL frisch geriebener Ingwer



Füllung:
2-3 reife, aber nicht zu weiche Pfirsiche
1/2 TL Zimtpulver
30 g brauner Rohrzucker
2 TL Speisestärke

1 Eigelb mit einem TL Wasser verquirlt & etwas brauner Zucker

Zubereitung

1. Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und schnell zu einem geschmeidigen Teig kneten ( ich benutze gerne einen Teigmischer ).
Zu einem flachen Kreis drücken und in Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten in den Kühlschrank legen.

2. In der Zwischenzeit, in einem kleinen Topf Wasser aufkochen. Die Pfirsiche Kreuzförmig am Boden einschneiden und für etwa 3-4 Minuten köcheln lassen.
Wenn sich die Schale der Pfirsiche an den Schnittstellen runter rollt.
#Heraus nehmen, kurz abkühlen lassen und dann die Haut abziehen.
Nun das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und dann in Spalten.
Mit Rohrzucker und Zimtpulver marinieren.

3. Ein Muffinblech ausbuttern.
Den Teig halbieren. Die eine Hälfte in Folie gewickelt zurück in den Kühlschrank.
Die andere Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas 4 mm dick ausrollen.
Wenn die erste Hälfte des Teigs zur Neige geht, die zweite kalte aus dem Kühlschrank dazu nehmen.
Mit einem Glas oder Ausstecher mit 8 cm Ø insgesamt 24 ( wovon 12 auf einem Tablett unter Frischhaltefolie in den Kühlschrank zurück müssen ),  Kreise ausstechen. Die Hälfte in die Muffinförmchen rutschen lassen.
Etwas in Form drücken ( bei der Höhe habe ich etwa die Häftle der Backform genommen ).
Ringsum mit einer Gabel einpiecksen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen

4. Jeweils 3-4 Spalten und etwas des Saft, in die Mitte der Pies geben, dabei darauf achten, das die Pfirsich Spalten nicht über den Rand stehen. Diese sollten hinunter gedrückt werden, sonst schließt der Teig Deckel später nicht richtig und die Füllung tritt heraus.


5. Die Teigdeckel auf legen und mit einem Teelöffel Stiel o.ä. miteinander verschließen.
Den Deckel je nach Lust und Laune ein oder mehrmals einschneiden damit die Luft beim backen heraus kann, und der Deckel nicht ab/aufplatzt.
Mit verquirltem Ei bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen.

Für ca- 20 -25 Minuten goldgelb backen.
In der Form auskühlen lassen. Mit einem dünnen Messer oder einer kleinen Winkel Palette den Rand lösen und herausnehmen.

Am Ende bin ich sogar beinahe dankbar das der Pfirsich Curd so scheußlich geworden ist ( zumindest für meinen Gaumen ). Denn ansonsten wären diese mini Cookie Pies nie entstanden.

Und zugegeben, das Marc so großzügig gewesen ist, meinen weit, weit Verwandten eines Cookies „zuzulassen“ ist ja auch verdammt nett gewesen, lach!

Alles Liebe Eure Stephie


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