Brot gehört für mich jeden Tag auf meinen Speiseplan. Ich mag es mir morgens, Mittags oder bands ein Brot mit Butter, Wurst, Käse, Marmelade oder, oder, oder zu schmieren. Mit Gürkchen, Obst oder Salat. Meinetwegen bräuchte ich meist gar nicht warm zu Abendessen, mir reicht eine kalte Platte it leckerem Brot aus. Es sit so vielseitig. Allerdings habe ich vor einer Weile an meinem Sohn und mir beobachtet, das wir das gekaufte Brot aus dem Backshop oder dem angeschlossenen Bäcker im Supermarkt nicht mehr wirklich gut vertragen. Bauchgrummeln & Co waren nach recht kurzer Zeit nach dem Brot-Genuss die Folge. Und das ist alles andere als angehen. Nach Internetrecherche war klar, das es möglicherweise an zu kurzen Gehzeiten der Teige liegen kann. Denn je länger der Teig Zeit bekommt um zu gehen, desto besser sind sie bekömmlich. Und nicht nur das. Sie schmecken auch besser.
Also habe ich kurzerhand beschlossen Brot nun selber zu backen. Ich muss allerdings zugeben, das ich auf der Suche nach Rezeptideen und wissenswerte über das Brot backen, auf viele Seiten gestoßen bin, die eine reine Wissenschaft aus dem doch ganz “simplen” Brotbacken in meinen Augen betreiben.
Nicht falsch bestehen, ich möchte keinesfalls behaupten das diese Zubereitungen unsinnig oder gar falsch wären. Aber ich persönlich möchte nur ein ganz normales Brot backen. So simple wie möglich und ohne drei Tage an einem Brot immer wieder zu rühren, Zutaten zuzufügen oder sonstiges. Sicherlich haben die Werke die ich auf den Seiten gesehen habe alle unglaublich toll ausgesehen und schmecken sicherlich noch ein deut besser. Aber so viel Leidenschaft, und vor allem Geduld habe ich dann doch nicht.
Dann kam die Sache mit dem Sauerteig. Ja an sich scheint so ein Sauerteig, wenn man sich die Zeit nimmt und sich um ihn regelmäßig und ordentlich zu kümmern, gar nicht so schwierig zu sein. Aber ich kenne mich und weiß das ich, chaotisch wie ich bin, meinen entweder zu viel oder zu wenig “füttere” und somit von vornherein die Idee, mir einen eigenen Sauerteig zuzulegen zum scheitern verurteilt ist.
Aber hey. Es ist ganz und gar keine Schande oder minderwertig, wenn man auf fertigen Sauerteig zurück greift! Ich habe mittlerweile zwei verschiedene Sauerteige, einen Roggen– und einen Dinkel Sauerteig. Beide sind wirklich toll, schmecken klasse und lassen sich prima verarbeiten und vor allem bringen sie Top Ergebnisse.
Trockener Sauerteig, also in Pulverform fand ich gar nicht toll. Weder das Ergebnis noch im Geschmack. 

Zutatenliste

700 g Weizenvollkornmehl
200 g Hafermehl
100 g Haferschrot
20 g Trockenhefe
70 g Sonnenblumenkerne + eine Handvoll für Obendrauf
50 g Leinsamen Schrot
680 ml lauwarmes Wasser
1 EL Apfelessig
20 g Salz
1 Packet Dinkel Sauerteig
1 EL Backmalz
1 EL Ahornsirup

Zubereitung

1. Mehl, Schrot, Hefe, Malz, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Salz gut miteinander vermischen. Das Wasser sollte Handwarm sein. Den Sauerteig in das Wasser geben und den Essig  und den Ahornsirup dazugeben und umrühren. Alle Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine oder per Handarbeit, 5 Minuten kneten. Den Teig in eine große Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen, Zugluftfreien Ort 4,5 Stunden gehen lassen.

2. Den Teig auf etwas Weizenvollkornmehl geben sanft zu einem 20 cm langen Rechteck formen. Die Aussenseiten, ringsherum 5-6 Mal, leicht nach ziehen und zur Mitte hin einfalten. Dabei drehen und mittig leicht flachdrücken. Mit dem Schluß nach unten in eine große Brot Kastenform setzen und mit dem Geschirrtuch abgedeckt, an einem warmen Ort nacheinmal 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf Ober- Unterhitze auf 220 Grad vorheizen.

3. Das gegangene Brot auf der Oberfläche mit Wasser einstreichen und die Sonnenblumenkerne darauf geben und andrücken. Einen Esslöffel Haferschrot darübersteuen. Den Backofen auf 200 Grad herunterdrehen und das Brot auf mittlerem Einschub 40 Minuten backen. Danach die Hitze auf 160 Grad herunterdrehen und weitere 30 Minuten backen.

4. Das Brot vorsichtig aus der Backform holen und ohne Form, bei 160 Grad, weitere 15 Minuten backen.
Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen bevor es angeschnitten wird.

Auf den Bilder seht ihr das die Krume leicht schlierig und nass ist. Das Brot habe ich für die Bilder noch warm angeschnitten!

Wer das Brot ein wenig milder mag, kann das Mal aus dem Rezept weglassen. Dann wird es ein wenig milder.
Ich hoffe ihr habt Spaß am Ausprobieren

Eure Stephie

 


2 Kommentare
  1. Christine sagte:

    Guten Morgen,
    Du schreibst in deinem Rezept
    „ Den Sauerteig in das Wasser geben und den Essig und den Ahornsirup dazugeben“
    Ich kann keinen Essig in der Zutatenliste finden oder meintest du den Backmalz?
    Könnte man den Backmalz auch mit einer anderen Zutat ersetzen?
    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Christine

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    • Stephie Just sagte:

      Liebe Christine,

      Ich habe doch tatsächlich den Essig unterschlagen .. das tut mir leid! Er steht jetzt im Rezept. Danke das du mir bescheid gegeben hast !
      Du kannst ohne Probleme das Malz weglassen. Es macht das Brot kräftiger im Geschmack. Aber das muss nicht sein. Es schmeckt auch toll, pur oder wenn du es magst, mit etwas Brotgewürz :)

      Herzliche Grüße,

      Stephie

      Antworten

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