Dieses Thema geht uns alle an!
Ich weiß nicht ab es daran liegt das ich mit dem älter werden anders denke, oder weil sich, ganz offensichtlich, in den letzten Jahren auf unserem Planeten doch so einiges, meiner Meinung nach, in die ganz und gar falsche Richtung verändert hat. Ich schätze das es eine Mischung aus den unterschiedlichsten Gründen sein wird. Wir die große Masse, hat es mit in der Hand, das was uns die Industrie vordiktiert, abzulegen und umzudenken.
Jeder kann etwas zu der irrsinnigen Lebensmittelverschwendung tun und nachhaltiger leben.
Foodwaste ist unter anderem eine sehr gute Möglichkeit selber dafür zu sorgen, dass nicht Millionen Tonnen, an nicht verdorbenen Lebensmitteln, also noch gute, essbare Reste,  dass nicht Jahr für Jahr, ohne  das darüber nachgedacht wurde, in der Abfalltonne landen!
Und das ist wirklich ganz einfach!
Es bedeutet nichts anders, als schon Sinnvoll einzukaufen und geplant mit den Lebensmitteln umzugehen, das so wenig wie möglich, im besten Fall natürlich überhaupt keine Lebensmittel mehr in der Abfalltonne landen. Regional einzukaufen, zum Beispiel auf dem Wochenmarkt, verkürzt die Transportwege, man kann die ansässigen Gemüsebauern usw. unterstützen und man bekommt kleinere Mengen und sehr frische Produkte.Es gehört auch dazu, sich Gedanken zu machen, was habe ich für ein Produkt? Ist es zB nur welk oder nicht mehr 100 % knackig? Da gibt es oft ganz einfache Abhilfe! Salat und alles was mit einer Wurzel oder einem Strunk geerntet wird (Salat, Möhren, Radischen) brauchen nur einige Zeit in kaltem Wasser liegen und saugen so ihre frische und Knackigkeit wieder auf!
Sinn macht es auch, Behälter die für diese Lebensmittel hergestellt wurden und ein entsprechendes Klima erzeugen zur Lagerung zu verenden. Ebenfalls sollten sie in das Obst- Gemüsefach im Kühlschrank.
Bei Bannen ist es wichtig das diese gesondert von den anderen Obstsorten liegen, da diese ein Gas ausstoßen welches die anderen Sorten schneller reifen lässt!
Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf vielen Produkten wie Käse, Milchprodukte, Marmelade usw. ist NUR ein Anhaltspunkt! Die meisten dieser Lebensmittel sind eine ganze Zeit länger haltbar und vollkommen genießbar! Lasst euch also nicht anhand eines Datums dazu verleiten alles einfach ungeöffnet und unprobiert direkt zu entsorgen. An Geruch und Konsistenz und natürlich das Aussehen (Schimmel, Geronnen usw.) kann man feststellen ob ein Lebensmittel noch gut ist!

IKEA und die liebe Zorra von Kochtopf haben hierzu, ein wie ich finde, großartiges Event gestartet um darauf aufmerksam zu machen das Foodwaste wichtig ist. Saisonal (ich geb zu das ich das auch nicht immer mache, aber immer bewusster versuche) einzukaufen. Und hey, warum dürfen Gurken nicht krumm sein, Möhren keine Knubbel haben oder Kartoffeln keine Zwillingsknolle besitzen? All das sind reine Schönheits “Fehler” die an ihrem Geschmack überhaupt gar nichts ändern. Und noch dazu richtig viel Spaß bringen, wenn man sich die oft lustig aussehenden Gewächse anschaut.
Eine tolle Zusammenfassung von einfachen Foodwaste Tipps hat IKEA zusammengestellt. Knackige Rezept Ideen findet ihr hier ebenfalls von IKEA. Und ebenso toll, die IKEA Better Living App.

Ich möchte euch zeigen, das man mit nur einem Einkauf von Markt, mit frischem Gemüse was als Grundzutat dient, und mit nur der ein oder anderen weitern Zutat, für drei Tage ganz und gar unterschiedliche Rezepte zaubern kann. Und das selbst die Gemüseschalen und Reste richtig wertvoll sind und getrocknet zu einem leckeren Gewürz-Gemüse-Salz werden was grandiosen Geschmack in eurer Gerichte bringt. Und habt ihr schon von Möhrengrün-Spinat Pesto gehört?
Die verwendeten Gemüse Sorten können natürlich beliebig abgewandelt werden.

Tag 1, frischer Salat 

Salat
3-4 Stangen grüner Spargel
Handvoll kleine Kräuterseitling
1 Lila Möhren
1 rote Zwiebel
1/4 kleiner Blumenkohl
Handvoll Erbsen
Feldsalat
1-2 Möhren

Dressing
3 EL Fruchtessig
50 ml Oliven Öl
Salz & Pfeffer
Kräuter (Thymian, Petersilie, Chilli)
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Senf
1 TL Zitronensaft
1 TL Honig
1 TL Kokosblütenzucker

frisches Bauernbrot

Zubereitung Salat

1. Für das Dressing die Kräuter fein hacken. Alle Zutaten in einen Mixbecher geben mixen und abschmecken.

2. Spargel und Möhren waschen. Mit einem Sparschäler dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden. Die Pilze abbürsten und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl leicht anbraten. Den Blumenkohl in sehr feine, dünne Scheiben/Stücke schneiden.
Die Erbsen aus ihrer Schote holen.

3. 1,5 Liter Salz Wasser zum kochen bringen. Eine Schale mit kaltem Wasser (am besten mit einigen Eiswürfeln) und eine Schöpfkelle bereit stellen. Ein trockenes, frisches Geschirrtuch zum abtropfen des Gemüse. Zuerst die Spargelscheiben für einige Sekunden (ca. 15) in das kochende Wasser gebe. Mit der Schöpfkelle herausholen und in das kalte Wasser geben. Nach ca. 30 Sekunden auch hier herausholen, sehr gut abtropfen lassen und auf das Geschirrtuch legen. Mit den Möhren ebenso verfahren. Nur einen Moment länger, 25 Sek., in dem kochenden Wasser lassen.
Zum Schluss den Blumenkohl für 1,5 Minuten köcheln lassen und abschrecken. Die Erbsen für ebenfalls gut 1,5 Minuten köcheln lassen. Und dann in das kalte Wasser geben.
-> Das kalte Wasser ich wichtig damit der Vorgang unterbrochen wird, und die Farbe kräftig bleibt!

4. Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die lila Möhre in sehr dünne Scheiben schneiden.

5. Auf einer Platte, den Feldsalat geben. Blumenkohl darüber. Obendrauf den Spargel drapieren. Die orangen Möhren dekorativ aufrollen. Zwiebeln auseinander nehmen und die einzelnen Ringe verteilen. Erbsen, Pilze und orange Möhren darübergeben und mit Dressing beträufeln.

Mit frischem Brot servieren.

 

Tag 2, Gemüse Lasagne mit Pastrami

Zusätzlich
Lasagne Platten
Braten Scheiben, Wurst oder wie ich Pastrami
Basilikum

Blumenkohl Bechamel Sauce
ca. 1/4 kleiner gekochter Blumenkohl, püriert
2 EL Butter
3 EL Mehl
300 ml kaltes, Kochwasser vom Blumenkohl
100 ml kalte, Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Saft einer Zitrone

Gemüse
frischer Spinat
Erbsen
Kräuterseitling
Möhren (orange)
grüner Spargel
gelbe Zucchini

Tomatensauce
Reste vom Salat und bereits verarbeitest Gemüse
zwei Handvoll kleine Tomaten
1 EL Olivenöl
1 Dose Tomaten
2 TL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
2 Frühlingszwiebeln
getr. Oregano

Zubereitung Lasagne

1. Für die Tomatensauce, eventuelle Reste vom Salat und bereits bearbeiten Gemüse fein würfeln. Tomaten klein schneiden und würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Würfeln schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Zwiebel glasig dünsten. Tomaten, restliches Gemüse und Dosen Tomaten dazugeben und etwa 1 Stunden bei geschlossenem Deckel bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Würzen und abschmecken.

2. Für die Blumenkohl-Bechamel, den Blumenkohl, mit Salz und Muskatnuss gar kochen. Abgießen und das Wasser auffangen. Den Blumenkohl pürieren. In einem Topf die Butter schmelzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Das kaltes Blumenkohl Wasser mit der Milch zusammen dazugeben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Dabei steig rühren damit es nicht klumpt. Sowie die Sauce angedickt ist von der Platte ziehen. Den pürieren Blumenkohl dazugeben und abschmecken.

3. Das Gemüse waschen und in etwa 0,7 cm dicke Scheiben schneiden. In die Auflaufform auf den Boden, etwas von der Bechamel Sauce geben. Darauf Lasagne Platten legen. Gemüse in unterschiedlichen Mengen und Sorten darauf geben. Der Spinat muss nicht vorgekocht werden! Nun etwas Pastrami und Tomatensauce. Im Wechsel so weiter bis die Auflaufform gefüllt ist. Zum Schluss Bechamel Sauce geben. Darauf geriebenen Käse streuen.

Im Backofen ca. 35 Minten backen.

-> sollte Lasagne übrigleiben, kann diese gut 1-2 Tage wieder aufgewärmt gegessen werden. Oder in einer Pfanne, mit 2-3 verquirlten Eiern zu einer Fritata backen.

 

Tag 3, grüne Suppe mit gegrilltem Knoblauch Brot

Suppe
grünes Gemüse (4-5  Stangen grüner Spargel, Handvoll frischer Spinat, 1 mittel große grüne Zucchini, Handvoll Erbsen, Handvoll Feldsalat)
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
Rest Blumenkohl
1 Liter Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Suppenwürze nach Geschmack

Knoblauch Brot
Bauernbrot, vom ersten Einkauf (nicht mehr ganz frisch und event. schon etwas trocken)
Knoblauch
Petersilie
Olivenöl

Zusätzlich
Schmand

Zubereitung grüne Suppe

1. Kartoffeln schälen. Restliches Gemüse waschen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. In einen Topf Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Spinat und Salat dazugeben und etwa 2 Minuten garen. Das Gemüse dazugeben und mit Brühe ablöschen. Zusammen, bei geschlossenem Deckel, ca.20 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Mit einem Stabmixer fein pürieren. Abschmecken.
->Wer mag kann vor dem pürieren, einige Gemüsestücke herausnehmen und für die spätere Deko als Einlage verwenden.

2. Knoblauch schälen und durch einen Presse drücken. Mit Olivenöl mischen und auf das Bauernbrot pinseln. In einer Pfanne kurz anbraten und zu der Suppe servieren.

-> Wenn Suppe übrigleibt, kann diese zB. eingeweckt werden. Oder mit etwas Obst wie Apfel, Annas, Banane zu einem grünen Smoothie. 

Zusätzlich aus dem Einkauf:

Gemüse-Salz

2 kleinere Pilze
Schale von ca. 2 Möhren
Zwiebel Rest vom Schneiden zB. von etwa 2 Stück
Tomaten 3-4 kleine
Kräuter inkl. Stiele
Blumenkohl Blätter 1-2 kleinere
Knoblauch 2 Zehen

Zubereitung Gemüse-Salz

Die gewaschenen Schalen und Abschnitte von Pilzen Möhren, Zwiebel, Knoblauch und Kräutern in feine, gleichmäßige Würfel schneiden und gleichmäßig auf ein Backblech geben. Im vorgeheizten Backofen, bei 180 Grad Umluft, für 10 Minuten, auf 80 Grad herunter drehen und weiter 15-20 Minuten, oder bis das Gemüse komplett trocken ist, trocken. Das trockene Gemüse in einen Multizerkleinerer oder mit einem Mörser fein zerreiben und auf einem Küchenkrepp über Nacht an der Luft trockenen lassen.. Mit 2 EL groben Meersalz mischen und Luftdicht verpacken.

-> passt zu Steak, Geflügel oder Brot

 

Spinat-Möhrengrün-Kürbiskern Pesto

3-4 Blätter Spinat (die die vielleicht nicht mehr so schön waren oder einfach übrig)
2 x das Grün einer Möhre
1 Daumen großes Stück Parmesankäse
1 Handvoll Kürbiskerne
60 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chili, 2 Knoblauchzehen, etwas Muskatnuss

Zubereitung Pesto

1. Das Möhrengrün gut waschen. Knoblauch schälen. Parmesan grob Würfeln.

2. Alle Zutaten in einen Multizerkleinerer geben oder mit einem Stabmixer sehr fein zu einem homogenen Pesto arbeiten.

->schmeckt auf Brot, für Pasta, Risotto oder auch auf Pizza 

Blog-Event CLIII - Foodwaste, Misfits und saisonal in Kooperation mit IKEA

Ein paar Tipps und persönliche Gedanken:

Einige Beispiele wie ich es zuhause umsetze:
Obst:
-Marmelade schmeckt auch mit vielen verschiedenen Obstsorten kombiniert immer wieder anders und lecker und ist schnell gekocht
-Smoothies oder Milch- oder Joghurt Shakes
-Mal wieder einen Obstsalat zum Nachtisch
-viele Obstsorten lassen sich wunderbar einfrieren (ich schneide es in Stücke und friere es einzeln oder bunt gemischt ein) für zB Smoothies oder schnelle Eiscreme im Sommer

Brot, Brötchen usw.:
-Paniermehl
-Croutons für Salat
-Brotauflauf zB mit Obst oder herzhaft mit Käse und Wurst
-gegrillt (Pfanne oder Grill) mit Kräuterbutter zum Steak oder als Beilage
-Cornflackes, Chips usw zum Panieren von Hähnchen oder Schnitzel

Joghurt, Quark usw.:
-Joghurt Shake
-Kräuterquark
-Frozen Joghurt

Reste vom Mittag- Abendesse:
Lassen sich oft als neues Gericht kreativ weiterverarbeiten (siehe meine Beispiele unten)
-Auflauf: Hier kann von Kartoffel, Reis, Nudel, Gemüse, Braten Rest- Wurst, alles kombiniert werden. Mit einer hellen oder Tomaten Sauce und Käse. Perfekt!
-Salat: aus Kartoffeln, Nudeln, Reis zum Beispiel
-Suppen/Eintopf
-Gemüse kann in Öl eingelegt werden
-Eier und Gemüse und Fleisch- oder Fisch Reste ergeben ein leckeres Omelett
-das Grün von Möhre, Radischen und Sellerie erben ein feines Pesto

Es gibt so viele Möglichkeiten wenn man sich bewusst mit diesem Thema Nachhaltigkeit, Umwelt und Lebensmittelverschwendung auseinander setzt. Natürlich spreche ich mich nicht davon frei das auch bei uns hin und wieder etwas vergessen wird und doch in den Müll wandert. Aber es ist um einiges seltener als vor dem Ökologischen denken.
Ebenso werden bei uns alle Geräte die nicht gebraucht werden ausgeschaltet. Kein Standby Betrieb. Wassersparer in WC und sämtlichen Wasserhähnen. Beim Zähneputzen, Händewaschen kein laufendes Wasser, die Wäsche wird ebenso auf Wasserspar und neidigeren Temperaturen sauber usw. es sind oft viele Kleinigkeiten, die Schlussendlich zum großen Ganzen führen.

Wir haben es in der Hand um unseren Kindern eine gesunde Welt zu hinterlassen. Und nicht egoistisch einfach nur zu nehmen oder etwas zurückzugeben und diesen Planeten als das Geschenk was er ist, für die Zeit die wir auf ihm leben dürfen, zu behandeln. Das fängt bei den kleinen Bienen an die die Blüten bestäuben um unsere Nahrung wachsen zu lassen. Wenn wir ihren Lebensraum durch immer mehr schädliche Giftstoffe und immer weniger freier Natur zerstören, wird es über kurz oder lang … aber das kann sich jeder ausmalen was dann passiert!
Gott sei Dank aber, haben hier große Aktionen ob von kleinen Gemeinden oder groß angelegten Industrien dazu geführt das dahingehend etwas unternommen wird und Lebensraum und Nahrung geschaffen wird.

Das Thema Foodwaste betrifft jeden! Eine enorme Überproduktion führt dazu das Tonnen an absolut einwandfreien Lebensmittel erst gar nicht in die Geschäfte gelangen und direkt entsorgt werden. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern macht einfach überhaupt keinen Sinn! Mich, wenn ich darüber nachdenke, macht das ehrlich gesagt richtig wütend. Denn mit diesen Lebensmitteln, die einfach so in den Abfall wandern, könnten viele weniger gut dastehende Familien (Tafel), Organisationen, Obdachlose und ja, sogar Rentner, Schulen usw. verpflegt werden.
Aber auch in den privaten Haushalten werden unsagbar viele noch absolut gute und genießbare Lebensmittel einfach weggeworfen. Oft sind es Reste oder zB. Obst und Gemüse die vielleicht nicht mehr so knackig und frisch aussehen, aber mit ein paar Tricks (sieh unterer Link) wieder fit und frisch werden können.

Es ist Zeit das WIR umdenken!

Es gäbe noch so vieles zu sagen, aber dass denke ich, würde den rahmen sprengen, und vor allem gehört es auch hier nicht mehr her!

 

 

 


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Kommentare sind das Salz in der Suppe, oder der Zucker im Kuchen.

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